Am Anfang war ein Traum aus dem Jahr 2000:

 

Ein Bildstock aus weiss verputztem Mauerwerk, so hoch wie ein Mensch, versehen mit einem kräftigen Eisengitter. Vor dem Bildstock eine helle, beige farbige, naturbelassene Waldstrasse, leicht mit rötlichen  Lärchennadeln belegt.

 

Die Strasse führt rechts an dem Bildstock nach hinten, in ein kleines Tal, von wo ein Gebirgsbach nach vorne rechts fliesst. Das Gelände ähnlich jenem beim Staubecken ob der Brandalp in Unterbäch VS.

 

 

Ein zweiter Traum folgt:

 

Auf einer abfallenden Kuppe, mit saftigem grünen Gras bedeckt, der Blick zum Tal hin: Auf der Krete, hinten teilweise in den Berg hinein gebaut, steht rechts der Blickrichtung ein Gebäude, einer Kapelle ähnlich.  Vom Traum bleiben in Erinnerung: die weisse, verputzte Wand; der gerade seitliche Dachabschluss und die senkrechte nord-westliche Gebäudekante. Ein kleiner Pfad verläuft parallel zur Aussenwand.

Das Gelände ähnlich jenem zwischen dem der Brandalp und dem Dorf Unterbäch.

 

In der Folge verblassen die Träume aus der Erinnerung.

 

 

Kapelle Kissendorf
Kapelle Kissendorf 48°23'52''N;10°11'14''O

Vier Jahre später, am 30. April 2005, fährt Othmar mit Claudia auf der bayrischen Landstrasse bei Kissendorf ostwärts. Da entfährt es ihm:

"Das ist es – das bauen wir!", als nach einer Rechtskurve plötzlich eine liebliche, kleine Kapelle erscheint.

 



 

 

 

Die Besitzerin der Kapelle, die Müllerstochter Heller, erläutert später die Geschichte ihrer Kapelle, die seit mehr als vier Generationen steht.

Am 15. Mai 2005, wird im Gespräch mit Pfarrer Arnold und Mitgliedern des Kirchgemeinderates von Unterbäch die Absicht dargelegt, auf dem Gelände ob der Salzgebe einen religionsübergreifenden Ort der Andacht in Form einer Kapelle zu errichten. Der Kirchgemeinderat stimmt diesem Vorhaben zu.

 

Am 20. Juli 2005 begibt sich Othmar unverhofft auf den Jakobsweg. Unterwegs ist der Bau wiederholt Thema: Mit Pater Aaron im Kloster Einsiedeln, mit dem Edelmann Michel im französischen Air sur l’Adour, und bei vielen anderen, auch späteren Gelegenheiten.

 

2006, bei Gesprächen mit dem Zürcher Architekten Philippe Stübi, wird das Projekt wiederholt besprochen. Später gerät das Thema in den Hintergrund.

2015 erfolgt die Gründung des gemeinnützigen Vereins PRO PAX als Trägerschaft:
Die Errichtung und der Unterhalt des Gebäudes ist eines der Projekte des Vereins.